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  • AutorenbildBen Rauschning

"Der Pfeifer ist gelandet" - Sagt die Presse

In der Ausgabe der "HALLO SONNTAG" vom 06. April 2024 wird auf der Titelseite über unsere Rattenfänger-Statue berichtet. Das Langzeitprojekt an unserem Eingangstorbogen zieht Aufmerksamkeit auf sich und begeistert jeden Betrachter. Von der finalen Fertigstellung sind wir aber noch etwas entfernt, da die Ideen in Manusch Gerbeshis Kopf sehr umfangreich und detailverliebt sind, wie die Rattenfänger-Statue selbst zeigt. Ein großer Schritt in diesem Projekt ist nun aber abgeschlossen.



Hier ist der Text zum nachlesen:


750 Kilogramm bringt er auf die Waage: Der neue Rattenfänger am Hamelner Campingplatz ist wahrlich ein Schwergewicht. Erschaffen von Manush Gerbeshi, dem Betreiber des Platzes. Innerhalb von rund anderthalb Jahren. wurde die Skulptur aus Stahl, Kupfer und Beton per Lastkran auf ihren am Eingangsportal vorbereiteten Platz gehoben ... Die Sagenfigur ist das Wahrzeichen unserer Stadt - und dieser Rattenfänger jetzt auch das Wahrzeichen des Campingplatzes"', sagt Manush Gerbeshi. Wo er recht hat ...

 

Hameln (ey). Dass der Koloss jetzt in einer spontanen Aktion seinen festen Platz erhielt, war ein Wink des Schicksals. „Ich bin von einem Camper aus dem Raum Minden gefragt worden. wo denn diese schöne Statue platziert werden soll, die zu jenem Zeitpunkt noch vor der Werkstatt am Boden stand. Ich zeigte ihm den Platz und erklärte, dass ich erst noch einen Kran mieten muss. Musste ich dann aber nicht mehr – der Herr sagte mir, er sei doch Kranführer und könne mir helfen. Das hat er dann getan. Ich bin überglücklich“, so Manush Gerbeshi, jener Campingplatzbetreiber, der ohne jeden Zweifel mindestens eine künstlerische Ader hat. Wie anders könnte sonst so ein schönes Rattenfänger-Bildwerk entstehen?


Was gehört zum Pfeifer gewiss dazu? Ratten natürlich. Sind schon fertig. Zwei große. Sie werden Flöte spielen! Werden auch angebracht. vorne am Portal, durch das zu Ostern bereits Dutzende Camper und Caravaner fuhren, um ein erstes schönes Frühlingswochenende in Hameln zu verbringen. Viele Gäste stellten Fragen: ihnen war die zu jenem Zeitpunkt noch am Boden stehende Figur aufgefallen. „Was? Den hat der Chef selbst entworfen und gestaltet? Mensch, das ist 'n Ding“, haben sie so oder so ähnlich gesagt. Der Schöpfer dieser Plastik freut sich über das große Interesse. Monatelang feilte er an Ausdruck und Würde seines Rattenfängers, berechnete die richtige Statik, die passenden Proportionen („Ein normal gewachsener Mann von 182 Zentimetern Körpergröße plus 25 Prozent!"') und wollte nichts weniger, „als dieser Stadt, dieser Region meine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen“, wie er sagt. Eine Dankbarkeit, die tief verwurzelt ist in der Tatsache, hier in Deutschland eine neue Heimat gefunden zu haben. Manush Gerbeshi musste in den Neunzigerjahren im Kosovo, seinem geliebten Mutterland, vor dem Krieg flüchten, musste sein Heimatdorf Marec mit blutendem Herzen zurücklassen, wusste monatelang nicht, ob seine Familie überlebt hatte. Wenn man sieht, mit welcher Stärke und Willenskraft er jetzt und hier nicht nur eine Rattenfängerfigur kreiert hat, sondern einen ganzen Campingplatz leidenschaftlich gerne modernisiert und mit Menschen ins Gespräch kommt, darf man nie vergessen, dass er dabei noch heute den Hund des Krieges bellen hört, ganz aus der Ferne heraus, wie ein nimmermüdes Echo der "Traurigkeit. „Wenn ich es schaffe, mit meiner Kunst und meiner Arbeit die Menschen zu berühren, dann bin ich der glücklichste Mensch auf der Welt", sagt er.


Dass Manush Gerbeshi obendrein noch eine eigene Melodie komponiert hat, die er auch auf der Flöte zu spielen weiß, passend zur Sage dieser, unserer Stadt, ist noch so eine andere schier unglaubliche Geschichte rund um dieses Kunstwerk und um einen Mann, dem die Ideen nicht ausgehen.

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